SAP Business ByDesign

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SAP Business ByDesign ist SAPs umfassende und komplett integrierte On-Demand-Lösung für den Mittelstand. Das System zielt darauf ab, sämtliche betriebswirtschaftlichen Anforderungen mittelständischer Unternehmen abzudecken und mit dem Unternehmen in Umfang und Funktionalität mit zu wachsen. Als On-Demand-Lösung bietet SAP Business ByDesign dabei eine höhere Flexibilität und Skalierbarkeit als vergleichbare vor Ort betriebene Systeme.

Zielgruppe und Marketing[Bearbeiten]

SAP und ERP Systeme[Bearbeiten]

SAP ist besonders als marktführender Anbieter von Unternehmenslösungen für Großunternehmen bekannt und deckt dabei alle Industriezweige ab. [1] Das Hauptprodukt von SAP ist dabei die ERP-Lösung, welche auf Grund ihrer Mächtigkeit hauptsächlich von Großunternehmen eingesetzt wird. Was aber oft übersehen wird, ist, dass SAP auch bei betriebswirtschaftliche Lösungen für den Mittelstand führender Anbieter ist, allerdings hier nicht durch ein einzelnes Produkt sondern durch eine Kombination verschiedener Einzelösungen. Da es außerdem nur wenige ERP-Komplettlösungen für den Mittelstand gibt, hat SAP diese Lücke durch das Produkt SAP Business ByDesign geschlossen.[2]

Anforderungen von Mittelständischen Unternehmen an ERP Systeme[Bearbeiten]

Bei mittelgroßen Unternehmen spricht man bei ERP-Systemen auch von Geschäftplattformen, da diese die Basis für alle wesentlichen Geschäftsabwicklungen ist.

Gerade für solche fundamentale Systeme in einem Unternehmen wie bei ERP Systemen ist es essentiell, dass diese sich anpassen und erweitern lassen.[2] Dies liegt grundsätzlich in der Schnelllebigkeit der Technologie Branche, denn die Architektur von Lösungen muss so flexible angelegt sein, dass es den schnellen Veränderungen der Informationstechnologie folgen kann. Des Weiteren ist gerade die Landschaft der mittelgroßen Unternehmen von solch großer Vielfalt geprägt, daher ist es ein wichtiges Kritierium für eine Geschäftsplattform an die unterschiedlichen Ausrichtigung eines Unternehmen anpassbar zu sein.[2]
Datei:Geschäftsplattform.JPG
Anforderungen des Mittelstands an Geschäftsplattformen[2]


Aus all den zuvor genannten Einflussfaktoren lassen sich 8 Grundanforderungen des Mittelstands an Geschäftsplattformen ableiten:

  1. Nachhaltige Innovation
  2. Erschließung der Chanced des Internets
  3. Möglichkeit für schlanke Arbeitsformen und Kollaboration
  4. Abdeckung aller Aspekte des Geschäfts
  5. Effizient und Effektivität der Kernprozesse
  6. Ermöglichung von Transparenz und Compliance im Geschäft
  7. gute Anpassungsmöglichkeiten
  8. Wirtschaftlichkeit


Die nebenstehende Grafik “Anforderungen des Mittelstands an Geschäftsplattformen” zeigt diese noch einmal detailliert auf.


SAP Business ByDesign als ERP für den Mittelstand[Bearbeiten]

Als SAP mit der Entwicklung von Business ByDesign begonnen hat, war der technische Fortschritt schon so weit, dass Cloud Computing und damit auch mobile Endnutzergräte den Einzug in die Geschäftswelt vollzogen hatten, daher war es SAP möglich all dies aufzugreifen und zu Technologiemerkmalen von Business ByDesign zu machen.[2]

Es ist zu bemerken, dass neben SAP auch andere Firmen Erfolg im ERP Geschäft für Großunternehmen hatten, dieser Erfolg ließ sich jedoch lange Zeit nicht auf Mittelstandunternehmen ausbreiten, da sich meist nur kleine Softwarehäuser diesem Thema widmeten und diese waren so nur in der Lage kostenintensive Einzellösungen für einzelne Unternehmen zu entwerfen, was zu einer geringen Nachfrage und damit zur Unattraktivität für die Großsoftentwickler führte. Das Hauptproblem lag dort auch in dem enormen Kostenaufwand für die Implementierung im Unternehmen. Genau dieses Problem konnte aber durch die Möglichkeit des Cloud Computing behoben werden, da es den Einführungskostenaufwand senkt.[2] Durch seine jahrelange Erfahrung mit R/3 hatte SAP auch bereits weitreichendes Know-How im Bereich der Modularisierung und damit der Anpassbarkeit auf unterschiedliche Anforderungen von Unternehmen.

Damit war SAP in der besten Ausgangsposition ein ERP-System für mittelständische Unternehmen anzubieten.

Funktionsumfang[Bearbeiten]

SAP Business ByDesign ist mehr als ein reines ERP-System, sondern deckt die gesamten betriebswirtschaftlichen Anforderungen mittelständischer Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ab. Hierbei liegt der Fokus vor allem auf den Bedürfnissen von produzierenden und Diensteleistungsunternehmen. SAP Business ByDesign bietet daher Lösungen für die folgenden betrieblichen Funktionsbereiche:[2][3]

  • Finanzmanagement und Rechnungswesen
  • Personalmanagement
  • Projektmanagement
  • Einkauf und Supply Chain Management
  • Produktentwicklung und -herstellung
  • Customer Reationaship Management (Marketing, Vertrieb, Services)
  • Business Intelligence (Analysen und Berichte)

Die einzelnen Systemkomponenten sind vollständig integriert, so dass den Nutzern jederzeit sämtliche betriebliche Daten in Echtzeit zur Verfügung stehen.[2] So könnte beispielsweise ein Projektmanager auf Daten des Personalmanagements oder des Supply Chain Managements zugreifen, um nach geeigneten Projektmitarbeitern und Lieferanten zu suchen und diese zu akquirieren. Darüber hinaus könnte das Projekt einem Kundenauftrag in der CRM Komponente des Systems zugeorndet werden und es könnten automatisch Kosten kalkuliert und Rechnungen für die geleistete Arbeit erstellt werden. Auf diese Weise fördert SAP Business ByDesign die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit und kann dazu beitragen, die Transparenz innerbetrieblicher Prozesse erheblich zu erhöhen.

Vergleich zu SAP Business All-in-One[Bearbeiten]

Der Funktionsumfang der Cloudlösung SAP Business ByDesign ist gegenüber SAPs regulärer Mittelstandslösung SAP Business All-in-One, welche von den Kunden vor Ort eigenständig betrieben werden muss, leicht eingeschränkt. Vor allem in den Funktionsbereichen Personalmanagement, Produktentwicklung und -herstellung, sowie Marketing bietet SAP Business All-in-One zusätzliche Komponenten, die nicht für SAP Business ByDesign zur Verfügung stehen. Darüber hinaus bietet SAP Business All-in-One brachenspezifische Lösungen für 17 verschiedene Branchen an, während SAP Business ByDesign lediglich Lösungen für 7 verschiedene Branchen bietet. Die Funktionsunterschiede der beiden Systeme sind in der folgenden Tabelle im Detail aufgeführt:[3]

Funktionsbereiche SAP Business ByDesign SAP Business All-in-One
Finanzmanagement und Rechnungswesen
Finanzbuchhaltung x x
Internes Rechnungswesen x x
Financial Supply Chain Management (Grundfunktion) x x
Financial Supply Chain Management (erweiterte Funktion) x
Finanzvorschriften einhalten (Grundfunktion) x x
Finanzvorschriften einhalten (erweiterte Funktion) x
Cash- und Liquiditätsmanagement x x
Berichtswesen x x
Personalmanagement
Personalmanagement x x
Management im Gesundheitsbereich x
Reisemanagement x
Talente finden und fördern x
Projektmanagement
Projekte und Ressourcen bestmöglich einsetzen und verwalten x x
Verkaufsabwicklung x x
Projektausführung x x
Projektcontrolling x x
Projektabrechnung x x
Produktentwicklung und -herstellung
Produktentwicklung x
Produktdaten- und Dokumente verwalten x
Produktionsplanung und Fertigung (Grundfunktion) x x
Fertigung (erweiterte Funktion) x
Qualitätsmanagement x
Enterprise Asset Management x
Einkauf und Supply Chain Management
Einkauf (Grundfunktion) x x
Einkauf (erweiterte Funktion) x x
Bestandsmanagement x x
Lagerverwaltung x
Funk- bzw. Barcode-Unterstützung x x
Wareneingangs- und -ausgangslogistik (Grundfunktion) x x
Wareneingangs- und -ausgangslogistik (erweiterte Funktion) x x
Transportmanagement x
Marketing
Marktentwicklung x x
Segmentierung und Listenverwaltung (Grundfunktion) x x
Segmentierung und Listenverwaltung (erweiterte Funktion) x
Kampagnenmanagement x
Lead Management (Grundfunktion) x x
Lead Management (erweiterte Funktion) x
Vertrieb
Pipeline Performance Management x x
Gebietsmanagement x
Kunden- und Kontaktmanagement x x
Opportunity-Management x x
Angebot und Auftragsmanagement x x
Kontraktbearbeitung x x
Service
Serviceangebot und Auftragsmanagement x x
Servicevertragsabwicklung x
Reklamationen und Retouren x x
Installationsmanagement x
Garantieabwicklung x x
Einsatzplanung x x
Interaction Center
Telemarketing x
Telesales x
Helpdesk und Shared-Service-Center x x
Kundenservice und -support x x
Helpdesk/Kundenservice und -support (erweiterte Funktion) x
Wissensmanagement x x
Interaction Center Management x
Web Channel
Internetbasierter Verkauf x x
Internetbasierter Service und Support x
Analytische Funktionen und Standardberichte
Finanzanalysen und -berichte (vordefiniert) x x
Operative Analysen und Berichte (vordefinierte Kerngeschäftsprozesse) x x
Operative Analysen und Berichte (vordefinierte erweiterte Geschäftsprozesse) x
Personalanalysen und -berichte (vordefiniert) x
Business Intelligence
Berichtswesen (benutzerdefiniert) x x
Daten visualisieren und Dashboards erstellen x x
Ad-hoc-Berichte, Abfragen und -Auswertungen x x
Branchenspezifische Lösungen
Automobilindustrie x x
Luft- und Raumfahrtindustrie x
Chemieindustrie x
Konsumgüterindustrie x
Bauwirtschaft, Anlagen- und Schiffbau x
High-Tech- und Elektronikbranche x x
Maschinen-, Geräte- und Komponentenbau x x
Life Sciences x
Fertigung (segmentübergreifend) x x
Medienbranche x
Holz-, Papier- und Metallindustrie x x
Bergbau x
Öl- und Gasindustrie x
Dienstleistungsunternehmen x x
Einzelhandel x
Logistikdienstleister x
Großhandel x x

Konfigurationsmöglichkeiten[Bearbeiten]

Der Funktionsumfang von SAP Business ByDesign kann vom Kunden seinen individuellen Bedürfnissen entsprechend konfiguriert werden. Die ursprünglich ausgewählte Systemkonfiguration kann dabei auf Wunsch des Kunden jederzeit modifiziert werden, so dass das System den sich verändernden betriebswirtschaftlichen Anforderungen des Unternehmens angepasst werden kann.[2] Die Konfiguration des Funktionsumfangs erfolgt über den sogenannten betriebswirtschaftlichen Adaptationskatalog (BAC, Business Adaptation Catalog). Die Konfiguration verläuft dabei stufenweise über Länder bzw. Branchen, Fachbereiche, Fachthemen, Funktionen und Optionen hinweg. Die Einstellungen werden dabei von Stufe zu Stufe detaillierter und die Anzahl der Auswahlmöglichkeiten steigt sukzessive an. Eine Übersicht der Konfigurationsmöglichekeiten im BAC ist in der folgenden Tabelle dargestellt:[2]

BAC Elemente Auswahlstufe Auswahlmöglichkeiten
Länder/Branchentypen Vorauswahl 11/3
Fachbereiche Strukturierung 20
Fachthema Erste Auswahlebene 69
Funktionen (Inhalte der Fachthemen) Zweite Auswahlebene 289
Optionen (Detailfragen zu Funktionen) Dritte Auwahlebene ca. 1200

Abrechnungsmodell[Bearbeiten]

SAP Business ByDesign ist zur Zeit nur in China, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Großbritannien, Indien, Kanada und den USA erhältlich. Bei der ersten Einführung des Systems fallen zunächst einmalige Einführungskosten an, deren Höhe davon abhängt, wieviel Unterstützung seitens SAP der Kunde bei der Konfiguration und Einführung benötigt. Die Abrechnung der Nutzungsgebühr für SAP Business ByDesign erfolgt anschließend monatlich und richtet sich nach der Anzahl und Art der Anwender, die das System nutzen, sowie dem vom Kunden ausgewählten Funktionsumfang des Systems.[4]

Anwenderkategorien[Bearbeiten]

SAP unterscheidet drei Anwenderkategorien: Selfservice-User, Team-User und Enterprise-User. Selfservice-User sind Mitarbeiter die keinen Zugriff auf die Kernfunktionen des Systems benötigen, sondern lediglich Daten wie ihre Arbeitszeiten, Spesen oder Einkäufe im System eingeben und verwalten müssen. Ihre Zugriffsrechte auf das System bestränken sich daher auf Werkzeuge für Selfservices und zur Datenerfassung. Team-User sind Mitarbeiter, die Zugriff auf bestimmte aber nicht alle Funtionsbereiche des Systems benötigen, z.B. CRM oder Reporting Funktionen. Auch ihre Zugriffsrechte sind eingeschränkt. Anders ist es bei den Enterprise-Usern. Sie können auf das gesamte System zugreifen. Die Nutzungsgebühren pro Anwender liegen je nach dem wie umfangreich das System ist für Selfservice-User bei 10-22€, für Team-User bei 79€ und für Enterprise-User bei 133-179€.[4]

Einstiegspakete[Bearbeiten]

Um den Kunden den Einstieg in SAP Business ByDesign zu erleichtern, bietet SAP drei vorkonfigurierte Einstiegspakete an, die einen unterschiedlichen Funktionsumfang bieten. Das Einstiegspaket CRM setzt seinen Schwerpunkt auf Marketing und Vertrieb, während das Einstiegspaket ERP/Finanzen Funktionen aus den Bereichen Rechnungswesen, Projektmanagement und Personalwesen bietet. Das Einstiegspaket Dienstleister bietet eine Kombination aus beidem und schließt zusätzlich Einkaufsfunktionen mit ein. Die Komponenten der Einstiegpakete sind in der folgenden Tabelle im Detail dargestellt:[5]

Funktionsbereiche Einstiegspaket CRM Einstiegspaket ERP/Finanzen Einstiegspaket Dienstleister
Marketing x x
Vertrieb x x
Service
Strategischer Einkauf x
Operativer Einkauf x
Produktentwicklung
Planung und Steuerung der Lieferkette
Fertigung, Lagerung und Logistik
Projektmanagement x x
Liquiditätsmanagement / Cashflow x x
Finanz- und Rechnungswesen x x
Personalwesen x x
Mitarbeiter-Selfservices x

Technische Umsetzung[Bearbeiten]

Grundlegende Konzepte[Bearbeiten]

SAP Business ByDesign basiert auf einer sogenannten service- oder auch dienstorientierten Architektur (SOA).[2] Obwohl es keine einheitliche Definition dieses Konzepts gibt, lassen sich durchaus Charakteristiken identifizieren, die als ideale Eigenschaften einer SOA gelten können: Dienste im Rahmen einer SOA sollten eigenständig einsetzbar und über Netzwerktechnologien zugänglich sein sowie klar definierte Schnittstellen zur Verfügung stellen. Die Nutzung eines Dienstes sollte unabhängig von der genutzten Programmiersprache und Plattform möglich sein. Zudem sollten Dienste zentral registriert werden, um sie für potentielle Dienstkonsumenten auffindbar zu machen. Einen Dienst macht in diesem Kontext außerdem aus, dass keine statische Einbindung in Dienstkonsumentenprogramme nötig ist, sondern der Zugriff auf den Dienst dynamisch zur Laufzeit erfolgt.[6] SAP hat aus diesen Anforderungen an eine SOA abgeleitet, dass eine modellgetriebene Vorgehensweise angesichts der hohen Komplexität, welche durch den bereits beschriebenen betriebswirtschaftlichen Funktionsumfang entsteht, ein unerlässliches Mittel darstellt, um die geforderte Flexibilität tatsächlich umzusetzen.[2]

Im Gegensatz zum klassischen
"Belegfluss"
Belegfluss[2]
Ansatz der modellgetriebenen Softwareentwicklung, in welchem die automatisierte Generierung von Quelltext aus fachlich orientierten Modellen im Fordergrund steht,[7] verwenden Hufgard und Krüger den Begriff im Sinne eines ganzheitlichen Designansatzes, welcher dem Nutzer ein vollständig transparentes und dokumentiertes System bietet, wobei durchaus Modelle in Quelltext umgewandelt werden. In beiden Fällen müssen die Modelle über hauptsächlich syntaktische Beschreibungen hinaus auch den semantischen Inhalt der zu modellierenden Sachverhalte enthalten, um später eine Umwandlung in Quelltext oder aber eine Nutzung als Navigationshilfe durch ein komplexes System zu ermöglichen.[8] Die konsequente Modellierung aller Systemkomponenten führt zu Drill-Down-Möglichkeiten, bei denen von der Ebene der Geschäftsprozesse bis auf einzelne "business objects", die im Folgenden noch näher beschrieben werden, navigiert werden kann. Beispielsweise lassen sich Belegflüsse zwischen verschiedenen Systemkomponenten ohne die Erstellung spezieller Reports nachverfolgen.[2]

Softwarearchitektur[Bearbeiten]

Die konkrete Umsetzung einer SOA für SAP Business ByDesign besteht aus drei Ebenen, welche in der Abbildung "Architekturübersicht" zu sehen sind. Die Grundlage bilden eine Datenbank sowie ein sogenanntes "Repository" in welchem Modelle gespeichert werden. Darüber liegen in einer mittleren Ebene "business objects", welche in der SAP Business ByDesign Architektur die Mehrheit der Dienste erbringen und von einer "business object engine" verwaltet werden. Der Begriff "object" in der Bezeichnung dieser zentralen Komponenten der SAP Business ByDesign Architektur weißt darauf hin, dass an dieser Stelle die Prinzipien der objektorientierten Programmierung angewendet werden. Hierunter versteht man im Kern einen Programmieransatz, welcher aus der Manipulation von Objekten besteht. Objekte besitzen dabei einen "inneren Datenzustand, der durch die Ausprägung seiner Attribute bestimmt ist."[10] Dieser innere Zustand ist in der Reinform der objektorientierten Programmierung nicht direkt von außen zugänglich. Eine Interatkion mit dem Objekt ist nur über sogenannte "Operationen" oder auch "Methoden" möglich.[10]

Dementsprechend beinhalten "business objects" sowohl Daten als auch Ausführungslogik, welche in einem semantischen Zusammenhang stehen. Obwohl die Daten in einer Datenbanktabelle gehalten werden und die Ausführungslogik getrennt im System hinterlegt ist, wird ein Zugriff auf diese Elemente durch andere Systemkomponenten nur über eine sogenannte "Service Provider Klasse" unterstützt. Hierdurch wird die korrekte Kapselung des Objektinhalts, d.h. die oben angesprochene Abschottung des Objektzustands vor dem direkten Zugriff anderer Objekte, gewährleistet. "Business Objects" stellen dabei Elemente der Geschäftswelt wie beispielsweise Rechnungen oder Materialentnahmescheine dar. Da die Schnittstellen der "business objects" meist nicht mit den Anforderungen der Nutzer übereinstimmen, sondern auf Generalität und Wiederverwendbarkeit ausgerichtet sind, vermitteln "service adaptation" Elemente zwischen ihnnen. Die Elemente dieser Schicht verbinden verschiedene "business objects", filtern diese und wandeln deren Daten bei Bedarf in andere Formate um (z.B. "10/02/2012" in "10. Februar 2012"). Je nach Anwendungsfall kommen an dieser Stelle die sogenannte "business task engine", die "UI controller engine" oder die "analytics engine" zum Einsatz, welche jeweils unterschiedliche Funktionsschwerpunkte haben.[9] Die dritte Ebene bildet die Benutzeroberfläche.

Benutzeroberfläche[Bearbeiten]

SAP Business ByDesign nutzt eine auf Microsoft Silverlight basierende und damit browsergestützte Benutzeroberfläche. Zusätzlich erlaubt das System die Ausgabe von Berichten im Adobe PDF-Format, über das Berichtsprogramm Crystal Reports sowie die Erstellung von Überblicksanzeigen in SAP BusinessObjects Xcelsius Enterprise. Die Silverlightoberfläche leitet Benutzeranfragen an einen Dienst weiter, welcher als "User interface runtime" bezeichnet wird. Dieser Dienst verteilt de Anfragen dann auf die verschiedenen "service adaptation" Elemente.[9] Microsoft Silverlight ist daher ein zentraler Bestandteil der SAP Business ByDesign Architektur. Es handelt sich dabei um eine Technologie, welche auf einer kleinen Laufzeitumgebung (ca. 5 MB in der Version 4 auf Microsoft Windows Betriebssystemen) und der extensible application markup language (XAML) basiert. Die Laufzeitumgebung kann in XAML entwickelte Oberflächen in Webbrowsern anzeigen.[11] Aktuell bietet Microsoft die Laufzeitumgebung für Microsoft Windows und Apple Mac OS X Betriebssysteme an, wobei eine größtenteils kompatible und von Microsoft geförderte freie Implementierung von Silverlight, genannt Moonlight, für Linux und andere UNIX-artige Betriebssysteme verfügbar ist.[12]

Bereitstellungsmodell und Sicherheit[Bearbeiten]

Zusätzlich zu einer innovativen Softwarearchitektur unterscheidet sich auch das Bereitstellungsmodell von SAP Business ByDesign von konventionellen Ansätzen im ERP-Umfeld. Dem Titel dieses Workshops entsprechend handelt es sich bei dem Geschäftsmodell der SAP AG für SAP Business ByDesign um sogenanntes "Cloud computing". Dabei laufen die kundenindividuellen Instanzen des Systems auf mehreren Hochsicherheitsrechenzentren, welche durch ihre geographische Verteilung, die Beschränkung des Zugriffs auf authorisierte SAP Mitarbeiter, die Einhaltung von Sicherheitsstandards wie etwa BS 7799 sowie durch die ständige Sicherung der Daten auf lokalen und entfernten Zweitsystemen eine hohe Sicherheit der häufig sensiblen Unternehmensdaten der Kunden gewährleisten.[2]

Systemvoraussetzungen beim Kunden[Bearbeiten]

Aus den oben genannten Eigenschaften des Systems, d.h. dem Cloud Computing Geschäftsmodell und der Verwendung von Microsoft Silverlight ergeben sich als Anforderungen an Nutzersysteme hauptsächlich Internetanschlüsse zur Verbindung mit den SAP Business ByDesign Servern sowie mit Browsern ausgestattete Computer welche Silverlight oder, bei potentiell eingeschränktem Funktionsumfang, Moonlight unterstützen. Insofern liegen die Anforderungen weit unter denen einer lokalen SAP ECC Installation, welche in der Regel eine dedizierte IT-Abteilung benötigt. Hierin besteht einer der größten Vorteile des Cloud Computing und damit auch von SAP Business ByDesign, vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen.

Erweiterungsmöglichkeiten[Bearbeiten]

Apps[Bearbeiten]

SAP Business ByDesign bietet die Möglichkeit, Erweiterungen direkt in das System zu integrieren. Diese Erweiterungen werden oft als Apps (Kurzform von "Applications", zu Deutsch: Applikationen) bezeichnet. Im Gegensatz zu SAP ECC stellt die SAP AG für SAP Business ByDesign Drittfirmen ein Portal zur Verfügung, über das sie, analog zum "App Store" des Computerherstellers Apple, SAP Business ByDesign Nutzern ihre Erweiterungen zur Verfügung stellen können.[13] Zur Erstellung von Apps sind, der modellgetriebenen und serviceorientierten Architektur des Systems entsprechend, neben der reinen Programmierung noch einige weitere Schritte durchzuführen. Nun folgt eine Behandlung der Grundzüge des SAP Business ByDesign Entwicklungsmodells.

Definieren eines "Business Object Model"[Bearbeiten]

Wie bereits im Abschnitt Softwarearchitektur behandelt, bilden "business objects" gewissermaßen das Rückgrat von SAP Business ByDesign bilden. Als erster Schritt in der Entwicklung von Erweiterungen steht daher die Definition solcher Objekte, ihrer Eigenschaften sowie ihrer Beziehungen zueinander an. In der SAP Business ByDesign Skriptsprache wird ein "business object" folgendermaßen angelegt:

import AP.Common.GDT as apCommonGDT;
businessobject SiteReservation {
    <...>
    node AvailableSites [0..n] {
        element SiteName : String;
    }
}

Dieses Quelltextbeispiel führt den Begriff eines "node" (zu Deutsch: Knoten) ein. Hierunter versteht man eine Sammlung oder auch Gruppierung von Eigenschaften oder auch Elementen eines "business object". An einen solchen Knoten können Elemente gewissermaßen "angehängt" werden. Dies unterscheidet sich von der Zuweisung eines Wertes an einen Platzhalter, wie dies bei Variablen der Fall ist, da jedem Knoten eine Multiplizität zugewiesen wird. Diese gibt an, wie viele Elemente oder Kindknoten an den Knoten angehängt werden können, im Beispiel sind dies null bis beliebig viele. Elemente haben wiederum jeweils einen Datentyp. Hierfür können entweder vordefinierte Typen wie "Float" (zu Deutsch: Gleitkommazahl) und "String" (zu Deutsch: Zeichenkette) verwendet werden oder es können alternativ neue, zusammengesetzte Datentypen vom Entwickler definiert werden. Die Datentypen werden hierbei in XML, der "extensible markup language" definiert. Für diese allgemeine Auszeichnungssprache hat das "world wide web consortium" (W3C) einen Standard für die Definition von Datentypen entwickelt an welchen sich die Definition bei SAP Business ByDesign anlehnt.[14]

Mit Kenntniss des Knotenbegriffs lässt sich der Quelltext nun leicht interpretieren: auf einen Namensraumimport folgt die Definition eines "business objects" über das Schlüsselwort "businessobject" sowie die Definition eines Knoten über das Schlüsselwort "node". Ansonsten folgt die Syntax dem sogenannten "curly-bracket" (zu Deutsch: geschweifte Klammer) Stil den auch andere Programmiersprachen wie Java, C# und C++ von der Programmiersprache C übernommen haben. Außer Knoten und damit Elementen können "business objects" auch Referenzen auf andere "business objects" enthalten. Diese können dann ebenfalls eine Multiplizität erhalten.[9]

Zusätzlich zu Referenzen auf andere "business objects" und zu Elementen können auch Aktionen an Knoten in "business objects" angehängt werden. Diese haben häufig einen gewissen Bezug zu Bedienelementen in der Benutzeroberfläche, wobei keine eins zu eins Beziehung zwischen Drucktasten und Aktionen bestehen muss, da eine Drucktaste mehrere Aktionen eines Objekts auslösen kann. Aktionen haben, beispielsweise im Gegensatz zu Funktionen in funktionsorientierten Programmiersprachen, keine Rückgabewerte. Stattdessen wirken sie sich durch einen Zustandswechsel ihres Objekts aus. Daraus ergibt sich, dass die Aktionen eines Objekts durch ein Status-Aktions-Modell beschrieben werden können. Dies zeigt wiederum den modellgetriebenen Charakter von SAP Business ByDesign. Abfragen erlauben Dienstkonsumente auf die Daten eines Objekts zuzugreifen. Hierbei ist eine Selektion durch die Angabe aller Elementwerte eines Knotens automatisch definiert. Zusätzlich lassen sich Volltextselektionen über die eingebaute SAP Business ByDesign Suchmaschine verwirklichen. Diese erlauben dann das Durchsuchen aller Elemente der vorhandenen Objekte zur Identifikation der gesuchten Instanz. Zu guter letzt lassen sich noch Nachrichten definieren, welche dem Nutzer in einem dedizierten Nachrichtenanzeigefenster am unteren Fensterrand angezeigt werden und ihm Lösungshinweise für bestimmte Situationen geben. Diese Nachrichten werden, wie alle anderen Aspekte des Objektmodells, den Knoten eines Objekts zugewiesen.[9]

Erstellen einer Benutzeroberfläche[Bearbeiten]

SAP Business ByDesign bietet zur Erstellung einer Benutzeroberfläche vielfältige Möglichkeiten. Grundsätzlich bietet das System dabei dem Nutzer zwei Möglichkeiten: Benutzeroberflächen können, wiederum ganz im Sinne der modellgetriebenen Softwareentwicklung, aus "business objects" generiert werden. Alternativ können sie auch komplett manuell in einem "UI Designer" erstellt werden. Zudem können automatisch generierte Oberflächen ebenfalls manuell angepasst werden. Das Benutzeroberflächenkonzept von SAP Business ByDesign basiert dabei auf sogenannten "UI patterns" (zu Deutsch: Benutzeroberflächenmuster), wobei es sich um Kombinationen von GUI ("Graphical User Interface", zu Deutsch: graphische Benutzeroberfläche) Elementen handelt,
"Advanced Search Form UI Pattern"]
Advanced Search UI Pattern[9]
wie beispielsweise einer Eingabemaske für das Finden von Konten (siehe Abbildung "Advanced Search UI Pattern"). Diese Muster wiederum stellt SAP Business ByDesign in sogenannten "floor plans" (zu Deutsch: Grundrisse) gesammelt zur Verfügung. Dadurch lassen sich beispielsweise Benutzeroberflächen für Applikationen, welche lediglich alle Informationen die ein Objekt enthält anzeigen sollen, leicht generieren, in dem man den Grundriss "Fact sheet" (zu Deutsch: Datenblatt) nutzt. Wie bereits angesprochen lassen sich, um Benutzeroberflächen Leben einzuhauchen, Drucktasten und andere GUI Elemente mit Aktionen verbinden in dem diese ihnen als Eventhandler zugewiesen werden. Zusätzlich zu den eingebauten GUI-Designoptionen lassen sich auch vollständig extern entwickelte Microsoft Silverlight Benutzeroberflächen mit SAP Business ByDesign verwenden.[9]

Implementieren von "Business Objects"[Bearbeiten]

Um Objekten Leben einzuhauchen wird die bereits im Abschnitt Definieren eines "Business Object Model" angesprochene SAP Business ByDesign Skriptsprache verwendet. Die Sprache unterstützt alle gängigen Kontrollstrukturen wie Schleifen, Sammlungen (Listen u.ä.) sowie Bedingungen und "switch"-Ausdrücke und ähnelt darin den auch syntaktisch ähnlichen "curly-brackets" Sprachen. Hier ein weiteres kurzes Quelltextbeispiel:

var query = SalesOrder.QueryByElements;
var selParams = query.CreateSelectionParams();
selParams.Add(query.PostingDateTime, "I", "GT", this.Date);
var result = SalesOrder.QueryByElements.Execute(selParams);

Dieses Beispiel demonstriert das Anlegen von Variablen, den Abruf von Referenzen aus Objekten (z.B. einer Abfragereferenz oder "query" aus dem Sales.Order Objekt) sowie das Ausführen einer Abfrage. Die Skriptsprache wird, neben der Definition des "business object models", hauptsächlich zur Implementierung von Aktionen verwendet. Außerdem können sie als Reaktion auf das "AfterModify" und das "BeforeSave" Ereignisse eines Objekts festgelegt werden. Diese Ereignisse treten bei jeder Veränderung und jedem Abspeichern eines Objekts auf.[9]

Key User Tools[Bearbeiten]

Fortgeschrittene SAP Business ByDesign Nutzer können ohne den in Abschnitt Apps beschriebenen Programmieraufwand einige Änderungen an SAP Business ByDesign vornehmen. Hierzu zählt das anzeigen oder ausblenden bestimmter Benutzeroberflächenfelder, das Erstellen benutzerdefiniert formatierter Reports, das Anlegen eigener Datenstrukturen, die Erstellung und Anpassung spezieller Formulare sowie der Zugriff auf RSS-Feeds. Diese relativ unaufwändigen Anpassungen dienen dazu, die Verwendung von Drittapplikationen sowie die Notwendigkeit dedizierter SAP Business ByDesign Entwickler zu minimieren um somit den Kunden der SAP AG Entwicklungs- bzw. Einkaufskosten zu ersparen.[2]

Vergleich zwischen ABAP und SAP Business ByDesign Script[Bearbeiten]

"Advanced Business Application Programming" (kurz: ABAP) ist eine proprietäre Programmiersprache, welche zur Entwicklung von Erweiterungen für SAP ECC verwendet wird. Wie im Abschnitt Apps skizziert, stellt die SAP AG für die Entwicklung von SAP Business ByDesign Erweiterungen stattdessen SAP Business ByDesign Script zur Verfügung. Obwohl ABAP durch die Erweiterung ABAP Objects einen teilweise objektorientierten Charakter angenommen hat, unterscheiden sich diese beiden Programmiersprachen in vielen Aspekten stark voneinander. Auch die bereits beschriebene Entwicklungsarchitektur, welche SAP Business ByDesign Script Programme umgibt, stellt größtenteils eine Neuentwicklung dar. Folgende Tabelle fasst einige wesentliche Unterschiede zwischen diesen beiden Programmiersprachen zusammen.

Kategorie ABAP Business ByDesign Script
Sprachkategorie "General purpose" "Domain specific"
Syntax Gemeinsamkeiten mit Pascal und COBOL "Curly-brackets"
Datentypen statisch, keine Typinferenz, ABAP Dictionary Zugriff statisch, Typinferenz, GDT Zugriff
Eingebaute Datenstrukturen Anlehnung an rel. Datenbanken mit Strukturen und internen Tabellen Anlehnung an "Business Object Nodes" und Elemente mit "Collections"
Programmierparadigma Prozedural, Objektorientierte Erweiterung seit 1998 Prozedural, Objektorientierung wird durch Interaktion mit "Business Objects" erreicht

Einige der Begriffe in dieser Tabelle erfordern eine Erläuterung. Unter einer "Domain Specific Language" (DSL) versteht man eine, im Gegensatz zu "General Purpose Languages" für einen relativ eingeschränkten Zweck entwickelte Programmiersprache. Im Fall von SAP Business ByDesign Script ist dieser Zweck die Interakion mit "Business Objects", welche ja bereits im Abschnitt Softwarearchitektur beschrieben wurden.[9] Bei Pascal und COBOL handelt es sich um ältere Programmiersprachen, als eines deren Hauptunterscheidungsmerkmale ein stark verbaler Charakter im Gegensatz zur Satzzeichenorientierung von "curly-brackets" Sprachen gesehen werden kann, welche bereits im Abschnitt Definieren eines "Business Object Model" erläutert wurden. Ein Datentypsystem ist statisch, wenn Variablen ihren Typ nicht zur Laufzeit ändern können. Innerhalb der statischen Datentypsysteme gibt es noch eine Unterscheidung zwischen Sprachen, welche eine explizite Angabe eines Datentyps erfordern (ABAP), und solchen, welche den Datentyp einer Variablen bei der ersten Zuweisung aus dem Typ der zuzuweisenden Daten ableiten (SAP Business ByDesign Script)[9]. Obwohl ABAP keine DSL ist, erfordert der Einsatz als Erweiterungssprache für SAP ECC die häufige Interaktion mit Datenbanktabellen, weswegen die Sprache Konstrukte enthält, welche strukturell Tabellen bzw. Tabellenzeilen ähneln.[15]. SAP Business ByDesign Script enthält dagegen "Collections", welche Sammlungen von Knoten und Elementen aus "Business Objects" darstellen.[9]. ABAP ist grundsätzlich prozedural, bietet allerdings über ABAP Objects[16] die Möglichkeit, das objektorientierte Paradigma, welches bereits im Abschnitt FEHLT angesprochen wurde, zu nutzen. SAP Business ByDesign wird dadurch zu einer objektorientierten Sprache, dass mit "business objects" interagiert werden kann.

Konkurrenzanbieter von ERP-Lösungen in der Cloud[Bearbeiten]

myfactory.ERP[Bearbeiten]

Firmenlogo von myfactory

Auf dem Markt gibt es auch weitere Anbieten von ERP-Cloudlösungen, eine davon ist myfactory.ERP. Die Funktionalität dieser Software denkt folgende Bereiche ab:

  • Einkauf
  • Distribution
  • Lagerhaltung
  • Verkauf.

Wie der Name schon sagt hatte dieses ERP seinen Ursprung in der herstellenden Industrie, entwickelte sich aber im Laufe der Zeit weiter und hat nun Kunden im Handel, in der Fertigungsindustrie und in Dienstleistern gefunden. [17]

Kenandy Social ERP[Bearbeiten]

Firmenlogo von Kenandy

Kenandy ist eine ERP-Lösung an der SalesForce massgeblich beteiligt war. [18] SalesForce ist ein bereits im Cloud Computing Geschäft etablierter Anbieter, da sie zum Beispiel im Customer-Relationship-Management mit ihrer Cloud-Lösung eindeutig auf dem Markt gefestigt haben.

Der Leitgedanke für diese ERP Lösung liegt in der sozialen Vernetzung, die das Internet bietet, d.h. laut eigener Aussage es bietet es alles was ein mittelständisches Unternehmen von einem ERP-System erwarten könnte, nur besser, schneller, global erreichbar, mobil und sozial. Dabei umfasst es unter anderem die Unternehmensbereiche:

  • Auftragsmanagement
  • Lagermanagement
  • Forschung und Entwicklung
  • Einkauf
  • Produktion und Materialplanung
  • Finanzwesen

Ein Spezialisierung wie myfactory gibt es auch bei Kenandy Social ERP, nämlich in einer Optimierung für Unternehmen, die Produkte entwickeln, herstellen und verkaufen.[19]


Nuclos Open Source ERP[Bearbeiten]

Nuclos Open Source ERP











Mit Nuclos wurde ein Open Source ERP Baukasten geschaffen, der sich sehr schnell implementieren und an vorhandene Datenbankenanbinden lässt. Durch seine Baukastenfunktionalität hat es sich eindeutig auf kleine und mittelständische Unternehmen spezialisiert, da diese ihre Anforderungen häufig nicht mit Standardsoftware erfüllen können, da diese meist viel zu viele Funktionalitäten bieten. Durch das Baukastenprinzip können Unternehmen wirklich nur die Bereiche implementieren, die sie später auch nutzen werden.[20]

"Mit Nuclos 3.0 erhalten Unternehmen auf Knopfdruck, so einfach wie bei der Installation einer Office-Anwendung, einen Open Source ERP-Baukasten. Damit können sie bereits nach wenigen Minuten starten und ihre eigene Unternehmenssoftware, ein so genanntes Nuclet, konfigurieren." [21]

Jedoch ist Nuclos Open Source ERP kein Software-as-a-Service wie die anderen genannten Dienste, allein dadurch das das System Open-Source ist. Jedoch wird im Baukasten eine Funktion für den Betrieb in einer privaten Cloud mitgeliefert.[22] Ein Betrieb dieser kann dann natürlich auch ausgelagert werden und mit entsprechenden Hostinganbietern können auch variable Abrechnungsmodelle verhandelt werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. SAP: SAP Deutschland - Unternehmen. Angerufen am 18. Mai 2012.
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 2,12 2,13 2,14 2,15 Andreas Hufgard, Stefanie Krüger: SAP Business ByDesign, Geschäftsprozesse, Technologie und Implementierung anschaulich erklärt, Bonn 2012, ISBN 978-3-8362-1746-0
  3. 3,0 3,1 SAP Deutschland: SAP-Unternehmenslösungen im Vergleich. 2012. Abgerufen am 29. Mai 2012.
  4. 4,0 4,1 SAP Deutschland: Flexibles Lizenzmodell für alle Ansprüche. 2012. Abgerufen am 29. Mai 2012.
  5. SAP Deutschland: Starten Sie mit einer On-Demand-Software – und vielfältigen Kaufmöglichkeiten. 2012. Abgerufen am 29. Mai 2012.
  6. Phil Bianco, Rick Kotermanski, Paulo Merson (2007): Evaluating a Service-Oriented Architecture (Technical Report CMU/SEI-2007-TR-015). 2007. Abgerufen am 25. Mai 2012.
  7. Dan Haywood: MDA: Nice idea, shame about the .... 2004. Abgerufen am 25. Mai 2012.,
  8. David S. Frankel: Model Driven Architecture, Indianapolis 2003
  9. 9,00 9,01 9,02 9,03 9,04 9,05 9,06 9,07 9,08 9,09 9,10 Thomas Schneider: SAP Business ByDesign Studio Application Development, Boston (MA) 2012
  10. 10,0 10,1 Ruth Breu: Objektorientierter Softwareentwurf, Integration mit UML, Berlin 2001
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